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GERHARD TÖTSCHINGER

Wenn Gerhard Tötschinger nicht gerade auf der Bühne steht oder ein Buch schreibt, bewahrt er alte ­Möbel vor dem Sperrmüll-Ende. 

  • © Gunda Dittrich
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Herr Tötschinger, Sie stehen vor Ihrem Lieblingsmöbel. Worum handelt es sich denn dabei genau?
Um einen alten Schrank, der etwa 1870 angefertigt worden sein dürfte und in einer Apotheke im 4. Wiener Gemeindebezirk stand. Ich habe ihn zu einem Musikschrank umfunktioniert, in dem nun meine Hi-Fi-Anlage untergebracht ist.

Es ist ja nicht das einzige alte Möbelstück in Ihrer Wohnung …
Nein, ich sammle alte Dinge – im übrigen auch Bücher, Spielsachen oder Stoffe –, weil ich es wichtig finde, dass sie der Nachwelt erhalten bleiben. Das wissen die Antiquitätenhändler mittlerweile auch und rufen mich an, wenn sie besondere Stücke haben. Und so rette ich halt vor mich hin … 

Welchen Stellenwert hat das Wohnen für Sie?
Einen hohen! Man löst ja etwas damit aus, wie man sich einrichtet und ob man sich damit wohlfühlt. Es gibt den ­Begriff des „Psychotop“, also quasi den „Seelenwohnort“. Dafür brauche ich noch nicht einmal Feng-Shui, das ergibt sich für mich ganz logisch. 

NACHRUF: Gerhard Tötschinger verstarb am 10. 8. 2016. FAIR WOHNEN wird ihn als große Persönlichkeit und charismatischen Künstler in Erinnerung behalten.

Foto: © Gunda Dittrich