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ÜBERSIEDELN LEICHT GEMACHT

Kaum ist der Vertrag unterschrieben, beginnt der Stress: Der Umzug! Wir helfen und begleiten Sie in drei Schritten in Ihr neues Heim.

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Die vielen Besichtigungstermine waren zermürbend. Immer und immer wieder die Zeitungsannoncen durchblättern und auf Internet-Immobilienbörsen nach der Traumwohnung suchen, immer wieder Besichtigungstermine vereinbaren, verschieben und sich mit anderen Interessenten durch die Räume drängen. Herausgeschaut hat dabei meist nicht viel mehr, als ein veritabler Zeitverlust. Weil sich der Makler verspätet hat oder gleich gar nicht erschienen ist, weil die Wohnung nicht einmal im Ansatz dem Versprochenen entsprochen hat, oder weil sie das doch tat, aber eine andere Familie mit der Unterschrift unter den Mietvertrag nicht so lange gezögert hat.

Egal. Das alles ist nun vergessen, der Traum von der neuen Wohnung endlich zum Greifen nah. In wenigen Tagen bekommen wir die Schlüssel für die vier Wände, die in Zukunft unsere Welt bedeuten, und nun ist guter Rat teuer. Klar, die Schränke und Kästen in der alten Wohnung müssen bis zum Umzug ebenso abgebaut werden wie unser großes Bett, und die Porzellanfiguren-Sammlung und Opas Briefmarkensammlung müssen sicher in Kartons verstaut werden, aber was ist mit dem Rest? Woher nehmen wir einen Übersiedlungswagen? Welche Versicherungen und Dokumente müssen wir auf die neue Adresse ändern lassen? Und wie soll sich das alles zwischen Beruf, Alltag und Familie ausgehen? Die Antwort auf all diese Fragen: Alles der Reihe nach. So verläuft auch die stressigste Übersiedlung in geordnete Bahnen – Fair Wohnen begleitet Sie in drei Schritten ins neue Eigenheim.

Schritt 1: Strategisch vorgehen!
Eine gute Planung ist das halbe Leben. Den Spruch haben Sie noch nie gehört? Kaum zu glauben, gilt er doch als praxisnahe Lösung für alles und jeden. Wie so oft im Leben hat er aber auch bei einem Umzug seine Berechtigung. Immerhin wollen dabei innerhalb von meist ein bis zwei Tagen durchschnittlich 30 bis 40 Kubikmeter Hausrat (bei Familien und größeren Wohnungen kann es auch deutlich mehr werden) übersiedelt werden. Das bedeutet: Das ganze Zeug muss zuerst abgebaut und verpackt, dann von der alten Wohnung in einen Umzugs-Lkw gehievt, zur neuen Adresse chauffiert, in die neue Wohnung getragen und dort auch wiedergefunden werden. In einem ersten Schritt sollte man daher gnadenlos ausmisten – Plunder kommt auf den Müll, nicht mehr Benötigtes kann auf Flohmärkten oder Online-Auktionshäusern zu Geld gemacht werden. Dann sollte man sich einen genauen Überblick über das eigene Hab und Gut verschaffen, um den Übersiedlungsaufwand im Detail abschätzen zu können. Ganz gut funktioniert das mit diversen Volumenrechnern im Internet, eine bessere Einschätzung liefern Umzugsunternehmen, die kostenlos Umzugsbesichtigungen durchführen und bei der Gelegenheit auch gleich ein unverbindliches Angebot für die Übersiedlung machen.  

Schritt 2: Von der Stange oder individuell?
Nun die alles entscheidende Frage: Wollen Sie bei der Übersiedlung selbst Hand anlegen oder lieber alles rasch und unkompliziert vom Umzugsunternehmen Ihres Vertrauens erledigt wissen? Ersteres hat den Vorteil niedrigerer Kosten, ist meist aber stressiger und vor allem mit mehr Aufwand verbunden. Neben genügend helfenden Händen und ausreichend Umzugskartons (günstig in Baumärkten erhältlich) sowie großen Reisetaschen (von Freunden ausborgen, mit Kleidung, Bettdecken, Polstern, Vorhängen, Badetüchern oder anderen Stoffen befüllen) gilt es in diesem Fall der Fälle nämlich auch den Transporter zu organisieren. Dabei ist ein Fahrzeug mit maximal 3,5 Tonnen empfehlenswert, ist dieses doch verhältnismäßig leicht zu handhaben und von jedem Inhaber der Führerscheinklasse B von Gesetz wegen steuerbar. Entsprechende Fahrzeuge verfügen über ein Ladevolumen von 10 Kubikmetern (Mercedes-Benz Sprinter) mit bis zu 1.200 Kilogramm Nutzlast oder 17,5 Kubikmetern (Iveco Daily) mit 900 Kilogramm Nutzlast und kosten für zwei volle Tage (Abholung um 10.00 Uhr vormittags und Rückgabe tags darauf um 18.00 Uhr) inklusive 300 Kilometer beispielsweise bei Mietlastwagen.de (www.mietlastwagen.de, Anmietort und Rückgabeort Wien) zwischen 248 und 286 Euro. Um all das nicht zu kümmern, braucht man sich bei einer Übersiedlung mithilfe eines Umzugsunternehmens. Dieses stellt meist nicht nur die notwendigen Umzugskartons zur Verfügung, sondern organisiert auch alles Weitere: Transporter oder Lkw, Umzugshelfer, Versicherung für eventuelle Transportschäden und – falls gewünscht – auch die Entrümpelung und Entsorgung nicht mehr benötigter Möbel oder Einrichtungsgegenstände. Zu den Kosten: Bei den Möbelpackern (www.diemoebelpacker.at) sind zwei Mann mit Lkw, Versicherung, Verpackung und Montage pro Stunde ab 35 Euro buchbar – ein Preisvergleich empfiehlt sich trotzdem. 

Schritt 3: Jetzt geht’s los!
Wie Sie sich auch entscheiden, tun Sie es nicht zu spät und beginnen Sie schon rechtzeitig mit der Verpackung des Hausrats und dem Abbau der Möbel. Die Kartons sollten dabei nicht zu schwer befüllt und klar lesbar beschriftet werden, das erleichtert den Transport in das Umzugsfahrzeug und in die neue Wohnung und spart Zeit und Nerven beim Auspacken. Abschließend gilt es sich noch ausreichend Zeit für den Umzug zu nehmen. Zwei bis drei Tage Urlaub lassen Sie an das Vorhaben nicht nur entspannter herangehen, sondern geben Ihnen auch ausreichend Zeit, um in der neuen Wohnung gleich wieder mit dem Aufbau der Möbel und dem Auspacken der Kisten zu beginnen.

Checkliste erforderlich? Hier gehts zum Download.

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