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WEG MIT DER WERBUNG!

Der Postkasten quillt über mit Prospekten und Angeboten? Wir haben Tipps, wie man lästige und unerwünschte Werbung los wird. 
 

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Gerade während des Urlaubs ist unadressiertes Werbematerial ein großes Ärgernis. Jeder Haushalt kann sich aber gegen den „Werbungs-Wildwuchs“ wehren und das ist gar nicht so schwer. Werbung ist gesetzlich nämlich dann unerwünscht, wenn sich der Empfänger weder ausdrücklich noch durch schlüssiges Verhalten mit der Zustellung einverstanden erklärt hat. Der Gesetzgeber legt „hartnäckige“ (also: wiederholte) unerwünschte Werbung sogar als Verstoß gegen das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) aus. Folglich kann der Absender unerbetener Werbung eigentlich auf Unterlassung und Schadenersatz geklagt werden. So weit muss es aber gar nicht erst kommen – wie wehrt man sich also effektiv gegen „Wild-Werber“?

Das „Anti-Werbung-Pickerl“
 Vielerorts gibt es im Internet – kostenfreie – Pickerl zum Runterladen und Ausdrucken, beispielsweise unter www.umweltberatung.at/werbung-einfach-abbestellenDie Vorteile des am Postkasten und an der Wohnungstür angebrachten Pickerls liegen auf der Hand: Während des Urlaubs erspart sich der Haushalt einen überfüllten Postkasten, insgesamt ist weniger Papier zur Altpapiertonne zu schleppen – Experten gehen davon aus, dass durch das Pickerl übers Jahr bis zu 100 Kilo Werbematerial eingespart wird!
Aber auch ein selbstangefertigtes Pickerl oder Schild muss seitens des Verteilers respektiert werden. Sollte dieser trotzdem weiter Werbematerial vor die Haustüre legen, kann dagegen mit einer Besitzstörungsklage vorgegangen werden – diese muss innerhalb von 30 Tagen beim zuständigen Bezirksgericht eingebracht werden.
 
Weg mit den „Kuvert“-Sendungen?
Die Post verschickt nunmehr (gesammelte) Reklamesendungen im sogenannten „Kuvert“. Im Grunde gilt das „Anti-Werbungs-Pickerl“ auch für dieses Kuvert – falls also Reklamesendungen trotz Aufklebers eintrudeln, können diese über das Kundenservice der Post unter 0800 212 212 abbestellt werden.
 
Was ist die Robinsonliste?
Noch weniger Werbung erhält man, wenn man sich in die sogenannte Robinsonliste einträgt. Persönlich adressiertes, aber eigentlich trotzdem unerwünschtes Werbematerial verstopft dann nicht mehr den Postkasten. Ein einfaches formloses Schreiben an den Fachverband Werbung und Marktkommunikation, Wiedner Hauptstraße 73/2, 1040 Wien reicht: Schreiben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse sowie die Bitte um Aufnahme in die Robinsonliste in den Brief – österreichische Adressverlage und Direktwerbeunternehmen streichen dann Ihre persönliche Anschrift aus deren Verteilern.
 
Nicht nur im Urlaub – auch sonst – muss unerwünschte Werbung nicht sein: Die Abbestellung ist so einfach, und die Ressourcen und die Natur werden in der Folge auch geschont.


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