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RICHTWERT- UND KATEGORIEMIETE STEIGEN

Seit April gibt es neue Richtwerte für den Mietzins und die Kategoriemiete. Die Mietervereinigung erklärt, was bei der Inflationsanpassung zu beachten ist.

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Mit 1. 4. 2014 wurden die Richt­werte an die Inflation angepasst. Die letzte Erhöhung liegt zwei Jahre zurück. Eingeführt wurden die Richtwerte im Jahr 1994 und lösten die bis dahin geltenden Kategoriemieten in seither abgeschlossenen Verträgen ab. Da die Richtwerte für jedes Bundesland verschieden sind, ergeben sich auch unterschiedliche Erhöhungen. Wirksam ist diese Erhöhung dann, wenn eine Wertsicherungsklausel vereinbart wurde und im Vertrag eine Mietzinsvereinbarung nach § 16 MRG in Verbindung mit dem Richtwertgesetz vereinbart wurde.  

Die Steigerung beträgt 4,56 %. Betroffen sind vor allem MieterInnen, die in MRG- Altbauten oder Gemeindewohnungen leben, deren Vertrag nach dem 28. 2. 1994 abgeschlossen wurde, und die einen Richtwertmietzins vereinbart haben. Neben den Richtwerten werden auch
die Kategoriemieten für Verträge, die vor dem 1. 3. 1994 abgeschlossen wurden, angepasst. Die letzte Erhöhung erfolgte im September 2011.
Wenn Sie bereits einen bestehenden Mietvertrag haben und eine Wertsicherungsklausel vereinbart wurde, dann müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Miete an den Index angepasst wird. Eine derartige Anpassung kann frühestens mit 1. 5. 2014 wirksam werden. Das Erhöhungsschreiben durfte frühestens am 2. 4. versandt werden und musste spätestens am 16. 4. beim Mieter ankommen. Zu früh versandte Schreiben sind rechtsunwirksam. Bei zu spät ankommenden Schreiben verschiebt sich die Erhöhung um einen Monat. Eine rückwirkende Erhöhung ist nicht möglich.

Foto: 123RF, MVÖ