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URLAUB OHNE HEIMWEH

Zurück aus dem Traumurlaub und die Wohnung ist leer geräumt? Diese Dinge sollten vor Abreise beachtet werden, damit Räuber fern bleiben.

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Um einen Urlaub richtig gut vorzubereiten, sollten nicht nur Koffer gepackt, sondern auch die Wohnung oder das Haus urlaubsfertig gemacht werden. Mit ein paar kleinen Vorkehrungen, etwas Technik und Hilfe von Freunden oder Nachbarn kann man die eigenen vier Wände während der Abwesenheit gut vor Einbrechern oder Schäden schützen. Mit diesen Tipps sichern Sie Ihre Wohnung am besten:

Anwesenheit simulieren
Leer stehende Wohnungen und Häuser werden von Einbrechern bevorzugt. Es gilt daher, den Eindruck einer verwais­ten Wohnung zu vermeiden. Etwa mit Zeitschaltuhren, die zu fix eingestellten Zeiten in verschiedenen Räumen automatisch Licht oder Radio ein- und ausschalten, so Normalbetrieb in der Wohnung simulieren, vor allen in den Abendstunden. Bitten Sie außerdem Nachbarn oder Bekannte, ihren Postkas­ten regelmäßig zu leeren, denn Zeitungen vor der Eingangstür und Post, die aus dem Briefkasten quillt, sind eine Einladung für Diebe. Grundsätzlich gilt: „In einer gesunden Nachbarschaft, in der Nachbarn ein Auge auf eine leer stehende Wohnung werfen, werden es die Täter auf jeden Fall schwerer haben“, sagt Bundeskriminalamts-Sprecher Mario Hejl. Und er ergänzt: „Vermeiden Sie auch Zeichen Ihrer Abwesenheit durch entsprechende Nachrichten auf dem Anrufbeantworter oder durch Einträge in diversen Social Networks wieFacebook oder Twitter“, rät die Kriminalpolizei.

Fenster zu, Türe sichern
Die absolut einbruchssichere Wohnung gibt es nicht. Trotzdem: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Heim gut gesichert ist. Eine Kombination von Alarmanlage und einbruchshemmenden Fenstern und Türen bietet den besten Schutz. „Lassen Sie sich nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen“, rät Hejl. Die Beamten der Kriminalprävention stehen Ihnen dahingehend für eine Beratung gerne und kostenlos zur Verfügung. Wenden Sie sich einfach an Ihre nächste Polizeidienststelle, die Sie österreichweit zum Ortstarif unter der Servicenummer 059133 erreichen.

Nur Safe ist sicher
Von Pickerln und selbst gebastelten Täuschungen – etwa Kamera-Attrappen oder Aufklebern mit Kampfhunden – rät die Polizei übrigens ab. Sie werden von professionellen Einbrechern meist schnell durchschaut. Das Sparbuch in der Unterwäsche, Opas goldene Uhr in der Küchenlade, das iPad im Stapel Altpapier – auch von diesen Verstecken sind die Präventionsspezialisten der Polizei nicht überzeugt. Bei längerer Abwesenheit sollte ein Bankschließfach gemietet werden. Legen Sie ein Eigentums- bzw. Inventarverzeichnis an, denn es ist sehr hilfreich bei der Fahndung nach gestohlenen Objekten. Fotografieren Sie Schmuck- und Kunstgegenstände und notieren Sie die Gerätenummern Ihrer wertvollen Gegenstände. Bevor man auf Urlaub fährt, sollte man sich dann noch Zeit nehmen für einen Rundgang durch das Haus. Fenster und Balkontüren müssen verschlossen sein. Die besten Schlösser an der Eingangs­türe wären sonst nutzlos.

Böse Überraschung
Wenn Sie nach längerer Abwesenheit wieder nach Hause kommen, sollte immer folgendermaßen vorgegangen werden: Achten Sie auf zerkratzte oder beschädigte Türen, Türrahmen oder Türschlösser, denn diese Beschädigungen könnten möglicherweise von einem Einbruch oder einem Einbruchsversuch stammen. Steht die Tür offen, am bes­ten sofort den Polizeinotruf 133 verständigen, niemals die Wohnung betreten, „außer es ist offensichtlich, dass sich kein Täter mehr in der Wohnung befindet“, so Hejl. Den Helden zu spielen, bringt nichts. Den meisten Betroffenen macht die Verletzung der Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl ohnehin häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.

Weitere Tipps: www.bmi.gv.at/praevention

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