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HITZEFERIEN FÜR DIE EIGENEN VIER WÄNDE

Sommer, Sonnenschein, Spitzen-Temperaturen – Klasse! Aber nicht in der Wohnung. Diese Tipps helfen, dort einen schön kühlen Kopf zu bewahren.

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Lüften Sie nur am Abend und achten Sie darauf, dass tagsüber keine Fenster und keine Balkontüre offen steht. Sperren Sie zudem die Sonne aus. Das funktioniert am besten mit einem hellen Sonnenschutz, der von AUSSEN am Fenster angebracht ist und den Großteil an Licht und Wärme reflektiert. Ideal sind Jalousien oder Fensterläden.  
 
Für Abkühlung sorgen auch feuchte Tücher oder Bettlaken mit hohem Baumwollanteil, die z.B. vor das Fenster oder über zwei Stühle gehängt werden. Durch den Trocknungsvorgang wird der Luft Wärme entzogen und es entsteht so wiederum Verdunstungskälte. Am besten sollte der entstehende Dampf gleich durch einen trockenen Luftzug – etwa durch einen Ventilator – abtransportiert werden, damit weitere feuchte Luft verdunsten kann. Bei der Verwendung eines Ventilators sollte übrigens darauf geachtet werden, dass er rückseitig vor dem Fenster aufgestellt wird. Nur so kann frische Abendluft in den Wohnraum transportiert werden. Wichtig: Dicke Teppiche im Sommer wegräumen. Sie wirken wie eine Wärmedämmung und verhindern, dass Wärme in den Boden geleitet und dort gespeichert wird.
 
Bitte vergessen Sie nicht, dass Klimaanlagen enorme Stromfresser sind und für hohe Unkosten sorgen. Laut der Deutschen Energieagentur (dena) verbraucht ein durchschnittlich großes Raumklimagerät im Monat so viel Strom, wie eine Kühl- und Gefrierkombination im ganzen Jahr.
 
Elektrogeräte, die im Moment nicht gebraucht werden, sollten komplett abgeschaltet werden. Denn im Stand-by-Betrieb können sie immer noch Wärme abgeben. Auch beim Kochen sollte möglichst wenig Hitze produziert werden. Bei manchen Gerichten kann die Elektroplatte bereits kurz vor Schluss ausgeschaltet werden. Der Einsatz einer Dunstabzugshauben ist im Sommer übrigens besonders sinnvoll – sie tragen den warmen Kochdampf nach draußen, ohne Hitze von Außen in die Küche zu lassen.
 
Für Fensterflächen gibt es spezielle Sonnenschutzfolien, die transparent sind und fast 80 Prozent der Wärmeeinstrahlung absorbieren. Das schützt nicht nur vor Hitze, sondern auch vor dem Ausbleichen von Möbeln durch UV-Licht. Eine Do-it-yourself-Variante ist schnell gebaut: Pappe auf Fenstergröße zuschneiden, mit Alufolie bekleben und – notfalls mit Klebeband – im Fenster anbringen.
 
Für einen schnellen Abkühlung, etwa vor dem Zubettgehen, sorgt zudem eine Wärmflasche mit kaltem Wasser, die man zwischen die Oberschenkel legt. Die Kälte verteilt sich automatisch und gleichmäßig über das Blutbahnsystem im ganzen Körper. Auch Nacht- oder Bettwäsche, die vor dem Überstreifen in einem Plastiksackerl ins Eisfach gelegt werden, helfen, die Körpertemperatur einige Grad runterzufahren. Kaltes Duschen hingegen bringt den Kreislauf erst richtig in Schwung, daher sollte lieber lauwarm geduscht werden. So weiten sich die Poren der Haut und können Temperatur und Feuchtigkeit am besten ausgleichen.