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BETRIEBSKOSTEN-SPIEGEL 2014

Ein Blick auf den aktuellen Spiegel zeigt: Die Betriebskosten könnten zwischen 25 bis 40% gesenkt werden, wenn man gewisse Positionen streicht.

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Der Betriebskostenspiegel basiert auf dem Datenmaterial jener Abrechnungen, die der Mietervereinigung von ihren Mitgliedern zur Überprüfung vorgelegt wurden und bezieht sich auf die Betriebskosten in privaten Miethäusern. Als Bemessungsgrundlage dienten die Abrechnungsdaten aus dem Jahr 2012.

In Summe liegen der Berechnung die Werte von rund 560.000 Quadratmeter Nutzfläche zu Grunde. Betrugen die Betriebskosten ohne Lift im Vergleich zum  BK-Spiegel 2013 noch 1,64, so sind diese nun auf 1,72 Euro pro m2 und Monat angestiegen. Damit haben sich die Betriebskosten etwas höher als die Inflationsrate, die von 2012 auf 2013 um 2,0% gestiegen ist, um 3,22% erhöht.  
Die Einzelergebnisse des Betriebskostenspiegels für das Jahr 2014 finden Sie hier:
 
Alle Betriebskostenanteile – außer Lift und Reinigungskosten – sind höher als der VPI gestiegen. Die Grafik zeigt, dass die Versicherungskosten sowie das Verwaltungshonorar nahezu 40% der Betriebskosten ausmachen. Mit den Versicherungsprämien, die das Haftpflicht- und Erhaltungsrisiko des Hauseigentümers absichern und somit – ebenso wie die Grundsteuer – in keinem Zusammenhang mit der Nutzung durch die MieterInnen stehen einerseits, aber auch mit dem Verwaltungshonorar andererseits werden Kosten, die eigentlich der Hauseigentümer zu tragen hätte, auf die MieterInnen überwälzt. Die Betriebskosten könnten zwischen 25 bis 40% gesenkt werden, wenn man diese Positionen vom Betriebskostenkatalog streicht.
 
Die Mietervereinigung bekräftigt daher ihre Forderung, die Versicherungskosten, Grundsteuer aber auch das Verwaltungshonorar aus dem Betriebskostenkatalog zu streichen.
 
Der wienweite Durchschnittswert (netto ohne Gemeinschaftsanlagen) liegt bei € 20,69/m2 im Jahr bzw. bei € 1,72/m2 im Monat. Bei einer 70 m2 Wohnung ergibt dies eine Kostenbelastung von € 1.444,80 netto im Jahr bzw. € 120,40,- netto im Monat.
 
Für Liftanlagen liegt der Durchschnittswert netto bei € 2,27/m2 im Jahr oder umgerechnet bei € 0,19 im Monat. Eine Wohnung mit 70 m2 kommt so auf Liftkosten von rund € 13,24 pro Monat bzw. € 158,90 im Jahr.
 
  • Die Wasserkosten stiegen von € 3,21auf € 3,43/m2  jährlich (0,29/m2 mtl.)
  • Die Müllentsorgungskosten betragen statt € 2,27 nun € 2,35/m2 jährlich (0,20/m2 mtl.).
  • Die Versicherungsprämien stiegen von € 4,79 auf € 4,89/m2 jährlich (0,40/m2 mtl.).
  • Die Reinigungskosten erhöhten sich von € 4,87 auf € 4,97/m2 jährlich (0,41/m2 mtl.).
 
Sollten die Beträge signifikant von den Werten des vorliegenden Betriebskostenspiegels abweichen, ist es allen Mieterinnen und Mietern dringend anzuraten, ihre Abrechnungen überprüfen zu lassen.