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Kaputte Fenster - wer zahlt?

Georg Niedermühlbichler schreibt in seiner Kolumne in der WohnKrone: Über zugige Fenstern und wer die Kosten für deren Reparaturen zahlt.

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Man sitzt in der Wohnung und verspürt einen unangenehmen kalten Luftzug, wer jetzt glaubt, es handelt sich um eine Begegnung mit der 3. Art, der wird enttäuscht. In den allermeisten Fällen, ist „nur“ das Fenster defekt. Die Dichtung ist nicht mehr vorhanden, der Fensterrahmen hat sich verzogen oder es tut sich ein Spalt auf durch den man einen Strohhalm schieben könnte. Klar ist, das Fenster muss repariert oder erneuert werden. Nur, wer trägt die Kosten dafür? Im Mietrechtsgesetz gibt es hier eine einfache Faustregel, die Außenfenster zahlt der Vermieter, die Innenfenster der Mieter. Wenn es ein Verbundfenster ist, sind die Kosten jedenfalls vom Vermieter zu tragen. Eine Kostenteilung ist in diesem Fall nicht vorgesehen. Wichtig ist es, den Mangel dem Vermieter zu melden, keinesfalls alleine handeln. Die Hausverwaltung beauftragt dann in der Regel die Handwerker. Wird die Hausverwaltung trotz Meldung nicht aktiv, nochmals schriftlich eine Frist setzen und falls diese auch ungenützt verstreicht, einen Antrag auf Erhaltungsarbeit bei der Schlichtungsstelle stellen. Die Mietervereinigung ist dabei gerne behilflich.

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