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Was darf als Betriebskostenposition abgerechnet werden?

Georg Niedermühlbichler schreibt in seiner Kolumne in der WohnKrone: Über den gesetzlich fixierten Katalog für alle Wohnungen, die dem Mietrechtsgesetzt unterliegen.

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Man schaut sich die Betriebskostenabrechnung an, wühlt sich durch die Belege und stellt fest, dass die Summen stimmen. Die Rechnungen sind vorhanden und auch ordnungsgemäß aufgelistet. Nur, was darf jetzt weiterverrechnet werden und was nicht? Für alle Wohnungen, die dem Mietrechtsgesetzt unterliegen, gibt es einen gesetzlich fixierten Katalog, in dem aufgelistet ist, was weiterverrechnet werden darf. Einfach ist es bei Wasser und Abwasser sowie Müll, Rauchfangkehrer, Reinigung, Schädlingsbekämpfung und ‚Strom für die allgemeinen Teile der Liegenschaft. Schwieriger wird die Prüfung aber bei Entrümpelung, Versicherungen und laufende Betriebskosten. Entrümpelungen dürfen nur dann der Allgemeinheit verrechnet werden, wenn nicht nachvollziehbar ist, wem zB die abgestellten Möbel, da im Stiegenhaus/ Keller stehen, gehört. Feuer-, Haftpflicht- und Leitungsschadenversicherungen dürfen weiterverrechnet werden, wenn die Kosten angemessen sind, bei der Versicherung für Glasbruch oder Sturmschaden hingegen nur dann, wenn mehr als die Hälfte der Mieter zugestimmt hat. Zu den laufenden Betriebskosten gehören zwar Wartungs-, aber keinesfalls Reparaturarbeiten. Es zahlt sich daher aus, die Rechnungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn wir stellen immer wieder fest, dass es Rechnungen in den Abrechungen gibt, die da nichts verloren haben.

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