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Was sind Zu- und Abschläge bei Richtwertmieten?

Georg Niedermühlbichler schreibt in seiner Kolumne in der WohnKrone: Über die Überprüfung von unbefristeten Mietverträgen. 

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Bei den seit März 1994 geltenden Richtwertmieten können zur Grundmiete (Richtwert) noch Zuschläge verlangt werden. Mit Ausnahme des Lagezuschlags (darf nicht in allen Wiener Bezirken verlangt werden) müssen Zuschläge nicht im Mietvertrag angegeben werden und sind gesetzlich auch nicht festgelegt.  Das führt dazu, dass vom Vermieter eine Miete festgelegt wird, und erst nach einer Überprüfung festgestellt werden kann, welche Zuschläge in die Miete eingerechnet wurden. Übliche Zuschläge werden für besonders gute Ausstattung der Wohnung, obere Stockwerke, oder besonders helle Wohnung verlangt. Aber auch Abschläge müssen beachtet werden. So kann man Abschläge für eine Wohnung, die an einer besonders verkehrsstarken Straße liegt oder die einen schlechten Grundriss hat, geltend machen. Jedenfalls muss aber bei einer befristeten Wohnung ein 25 % Abschlag gewährt werden. Wichtig: die Überprüfung eines unbefristeten Mietvertrags ist nur die ersten 3 Jahre ab Mietvertragsunterzeichnung möglich, bei befristeten Verträgen innerhalb von 6 Monaten ab Auflösung des Mietvertrags. Wenn Sie glauben, dass ihre Miete zu hoch ist, rechnen Sie einfach auf unserer Homepage nach oder lassen Sie den Vertrag bei uns überprüfen. Es geht schließlich um Ihr Geld.

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